HAMBURG – Die Literatur- und Theatertage der Interkulturellen Denkfabrik in Hamburg widmen sich unter dem Titel „Zwischen den Zeilen“ dem Beitrag der Kunst zu gesellschaftlichem Dialog und Zusammenhalt. Das Gesamtplakat kündigt die Reihe für den 12. bis 15. November 2026 an. Das vorliegende Detailprogramm umfasst vier Veranstaltungen vom 12. bis 14. November.

Literarische Begegnungen zwischen den Generationen

Am Donnerstag, 12. November, um 10:00 Uhr findet im AWO-Aktivtreff Osdorfer Born das literarische Frühstück „Zwischen Erinnerungen und Generationen“ statt. Im Mittelpunkt stehen Erinnerungen, Migration, Einsamkeit und das Miteinander der Generationen. Rukiye Cankiran liest aus „Bei Helga und Latife zu Tee und Kaffee“, Regula Venske aus „Schneckenkönigin“. Nur Deniz Kaplan begleitet das Programm mit Gesang und Klavier.

12. November, 10:00 Uhr: Literarisches Frühstück im AWO-Aktivtreff Osdorfer Born.
12. November, 10:00 Uhr: Literarisches Frühstück im AWO-Aktivtreff Osdorfer Born. Bild: Veranstaltungsplakat.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem AWO-Aktivtreff und der Komşu-Nachbarschaftsgruppe statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung wird durch den Verfügungsfonds der Borner Runde gefördert.

Ankara Tiyatro Fabrikası auf Hamburgs Bühne

Am Donnerstag, 12. November, um 19:00 Uhr zeigt die Ankara Tiyatro Fabrikası im MUT! Theater unter dem Veranstaltungstitel „Zwischen Bühne und Wirklichkeit“ die politische Komödie „İçimden Ben Geldim“. Ausgehend von der Vorstellung, dass die innere Stimme rebelliert und ihrem Gegenüber leibhaftig begegnet, hinterfragt das Stück mit Humor Identität, Selbstwahrnehmung und gesellschaftliche Rollenbilder. Es setzt sich auch mit dem männerdominierten Blick auf Frauen auseinander.

Das Stück stammt von Yılmaz Demiral, der auch Regie führt. Es spielen Nalan Güreş Demirel, Ayça Güngör Aşık und Hasan Tanay. Licht und Ton übernimmt Velican Demirel. Die Aufführung findet in türkischer Sprache mit deutschen Übertiteln statt. Tickets sind über Eventim erhältlich.

12. November, 19:00 Uhr: İçimden Ben Geldim im MUT! Theater.
12. November, 19:00 Uhr: İçimden Ben Geldim im MUT! Theater. Bild: Veranstaltungsplakat.

Literatur, Musik und Dialog in Altona

Am Freitag, 13. November, um 18:30 Uhr findet im Kollegiensaal des Altonaer Rathauses der Festakt „Zwischen Dialog und Demokratie“ statt. Der Abend beschäftigt sich mit unterschiedlichen Erscheinungsformen von Gewalt und dem Beitrag von Kunst und Kultur zu Demokratie, gegenseitigem Verständnis und gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Mitglieder der kreativen Schreibgruppe präsentieren eigene Texte. Tango Meets Orient begleitet das Programm musikalisch. Murat Büyükalp und Viola Livera übernehmen die Moderation.

13. November, 18:30 Uhr: Plakat mit Schreibgruppe, Musik und Moderation des Festakts im Altonaer Rathaus.
13. November, 18:30 Uhr: Plakat mit Schreibgruppe, Musik und Moderation des Festakts im Altonaer Rathaus. Bild: Veranstaltungsplakat.

Auch der Autor, Slam-Poet und Musiker Cenk Bekdemir ist mit einer literarischen Lesung dabei. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Literarische Lesung von Cenk Bekdemir beim Festakt am 13. November in Altona.
Literarische Lesung von Cenk Bekdemir beim Festakt am 13. November in Altona. Bild: Veranstaltungsplakat.

Tanz und ein Gespräch über Gewalt

Am Samstag, 14. November, um 18:30 Uhr findet im großen Saal des Bürgerhauses Bornheide die Veranstaltung „Zwischen Schweigen und Stimme“ mit Performance und Podiumsgespräch statt.

Mona Farivar verbindet in „Tikké Tikké“ Hip-Hop mit traditionellen persischen Tanzelementen. Die Performance geht von den generationenübergreifenden Erfahrungen einer iranischen Familie in Deutschland aus und beschäftigt sich mit Identität, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung.

14. November, 18:30 Uhr: Tikké Tikké von Mona Farivar und Podiumsgespräch im Bürgerhaus Bornheide.
14. November, 18:30 Uhr: Tikké Tikké von Mona Farivar und Podiumsgespräch im Bürgerhaus Bornheide. Bild: Veranstaltungsplakat.

Anschließend sprechen Anja Reschke und Mona Farivar unter dem Titel „Gewalt hat viele Gesichter“ miteinander. Das von Rukiye Cankiran moderierte Gespräch behandelt unterschiedliche Formen von Gewalt, gesellschaftliche Verantwortung und die Rolle von Kunst und Medien im Umgang mit Diskriminierung, Ausgrenzung und Hass.

Teilnehmende am Podiumsgespräch am 14. November: Mona Farivar, Anja Reschke und Rukiye Cankiran.
Teilnehmende am Podiumsgespräch am 14. November: Mona Farivar, Anja Reschke und Rukiye Cankiran. Bild: Veranstaltungsplakat.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit und gefördert durch die Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro Hamburg, statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.