Der Film „Gelbe Briefe“ des deutsch-türkischen Regisseurs İlker Çatak feierte am 2. März im Hamburger Zeise-Kino Premiere. Die Handlung spielt in der Türkei, gedreht wurde in Deutschland. Der Film beleuchtet den politischen und persönlichen Umbruch einer Künstlerfamilie.
HAMBURG – Özlem ALAGÖZ – BAKAN
Am 2. März feierte der Film „Gelbe Briefe“ des deutsch-türkischen Regisseurs İlker Çatak im Hamburger Zeise-Kino Premiere.
Der Film erzählt die Geschichte des bekannten Künstlerpaars Derya und Aziz, das mit seiner 13-jährigen Tochter Ezgi in Ankara lebt. Anfangs führt die Familie ein erfülltes, glückliches Leben. Doch ein Vorfall bei der Premiere ihres neuen Theaterstücks stellt alles auf den Kopf. Über Nacht wird die Familie zum Ziel des Staates und verliert sowohl ihre Arbeit als auch ihr Zuhause.
Daraufhin zieht die Familie nach İstanbul und bleibt eine Zeit lang bei Aziz’ Mutter. Aziz hält kompromisslos an seinen Überzeugungen fest und versucht, mit Gelegenheitsarbeiten zu überleben. Derya sucht dagegen einen Ausweg, der ihr wirtschaftliche Unabhängigkeit ermöglichen könnte. Mit der Zeit wächst die Distanz zwischen den Eltern und ihrer Tochter. Die Familie muss eine schwierige Wahl zwischen ihren Werten und ihrer gemeinsamen Zukunft treffen.

Eine Geschichte in der Türkei, gedreht in Deutschland
Besonders bemerkenswert ist, dass die Handlung in der Türkei spielt, die Dreharbeiten aber in Deutschland stattfanden. Berlin steht im Film für Ankara, Hamburg für İstanbul.
Nach der Vorführung gab es ein Gespräch mit Kultursenator Dr. Carsten Brosda und İlker Çatak. Çatak betonte, er hätte den Film auch in der Türkei drehen können, habe sich aber bewusst für Deutschland entschieden. Dabei habe insbesondere der Wunsch eine Rolle gespielt, auf die deutsche Geschichte zu verweisen, etwa auf die Berufsverbote der 1970er-Jahre.
Der offizielle Kinostart des Films in Deutschland wurde für den 5. März angekündigt.
Kommentare
Einen Kommentar schreiben
Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Ihr Kommentar erscheint nach Freigabe.