In den Ermittlungen nach dem Tod einer Mutter und ihrer zwei Kinder, die mit Verdacht auf Lebensmittelvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden waren, stieg die Zahl der Festgenommenen in Istanbul auf 8. Die Untersuchungen der Polizei im Hotel wurden abgeschlossen, die Gäste evakuiert und das Hotel am Morgen versiegelt.
Kadir Muhammet und Masal Böcek sowie ihre Mutter Çiğdem Böcek waren ins Krankenhaus gebracht worden, nachdem sie nach einem Restaurantbesuch in Beşiktaş in ihrem Hotel in Fatih erkrankt waren. Alle drei starben. Der Vater Servet Böcek wird weiterhin im Krankenhaus behandelt. Die Ermittlungen der Generalstaatsanwaltschaft Istanbul dauern an.
Hotel versiegelt
Nach den polizeilichen Untersuchungen versiegelten kommunale Einsatzkräfte das Hotel, in dem die Familie Böcek gewohnt hatte und in dem zwei weitere Vergiftungsfälle aufgetreten waren.
Ergebnisse der Obduktionen
Die Obduktionen der verstorbenen Kinder im Alter von 3 und 6 Jahren wurden abgeschlossen. Nach ersten Befunden zeigten sich außer Blutergüssen an den Knien, einer verstärkten Durchblutung der Magenschleimhaut und vereinzelten Blutungen unter der Schleimhaut keine auffälligen krankhaften Veränderungen. Proben wurden für histopathologische, mikrobiologische und toxikologische Untersuchungen entnommen. Magen- und Darminhalte wurden den Angaben zufolge an die Labore der Generaldirektion für öffentliche Gesundheit geschickt.
Hintergrund des Vorfalls
Es wurde festgestellt, dass die Familie am 9. November aus Hamburg nach Istanbul gekommen war, in einem Hotel in Fatih eingecheckt und am 11. November Muscheln bei einem Straßenhändler in Ortaköy sowie Essen aus einem Restaurant verzehrt hatte. Die Familienmitglieder sollen wegen Übelkeit und Erbrechen, die am selben Tag begannen, am 12. November Krankenhäuser aufgesucht haben und nach der Behandlung ins Hotel zurückgekehrt sein.
Als Mutter Çiğdem Böcek ihre Tochter reglos im Zimmer sah, wurden die Rettungskräfte verständigt. Alle Familienmitglieder wurden ins Krankenhaus gebracht. Auch die Gesundheitsdirektion der Provinz leitete eine administrative Untersuchung ein.
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