Der im Marmara-Gefängnis in Silivri inhaftierte Istanbuler Oberbürgermeister Ekrem İmamoğlu gab auf seinem Social-Media-Konto eine bemerkenswerte Erklärung zu den jüngsten Entwicklungen in der Republikanischen Volkspartei (CHP) ab.
Angesichts der zunehmenden innerparteilichen Auseinandersetzungen rief İmamoğlu in seinem Beitrag zu Einheit und Zusammenhalt auf und erklärte:
„Wir weisen die geplanten Angriffe auf unsere Partei, unsere Einheit und unseren Zusammenhalt sowie unsere Demokratie zurück. Wir stehen in diesem Prozess an der Seite unserer Partei und unseres Vorsitzenden. Ich rufe unsere früheren Vorsitzenden und alle Parteimitglieder dazu auf, geschlossen zusammenzustehen.“
Nach der Klage auf Feststellung der „absoluten Nichtigkeit“, die wegen Vorwürfen von Unregelmäßigkeiten auf dem CHP-Parteitag im November 2023 erhoben wurde, begann die öffentliche Diskussion über Szenarien wie die Einsetzung eines gerichtlich bestellten Verwalters für die Partei und Kemal Kılıçdaroğlus Rückkehr an die Parteispitze. Diese Entwicklungen bergen offenbar ein erhebliches Risiko einer innerparteilichen Spaltung.
İmamoğlus Erklärung fiel besonders auf, weil sie in einer Phase zunehmender innerparteilicher Spannungen erfolgte.
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