Der in Hamburg tätige Tierschutzverein Hamburger Internationaler Tierschutz in Not e.V. organisierte vor dem türkischen Generalkonsulat eine Mahnwache gegen die massenhafte Tötung von Straßentieren in der Türkei.

Vor dem Konsulat wurde mit Absperrungen ein Sicherheitsbereich eingerichtet. Zahlreiche Polizisten waren im Einsatz. Tierfreunde aus Hamburg und Umgebung nahmen teil.

Viele Polizisten und störender Lärm
Die Straße vor dem Konsulat war während der Veranstaltung gesperrt. Gleichzeitig verursachten Bauarbeiten in der Nähe Lärm. Vereinsvorsitzende Esma Arslan sagte, man halte dies nicht für einen Zufall. Nach ihrem Gespräch mit der Polizei wurde der Baulärm gestoppt.

Zahlreiche Redner und Vertreter verschiedener Tierschutzorganisationen ergriffen das Wort. Auch Teilnehmer konnten am offenen Mikrofon ihre Ansichten äußern. In den Reden wurde die Zahl der bislang getöteten Tiere auf etwa 400.000 beziffert; Trauer und Mitgefühl wegen der Tötung von Straßentieren wurden zum Ausdruck gebracht.

Unter Rufen wie „Stoppt das Massaker in der Türkei“ und „Kein Urlaub mehr in der Türkei“ wurden Plakate zum Tierschutz gezeigt. In den Reden wurde gemeinsamer Widerstand gegen solche Tötungen in der Türkei, Deutschland und anderen Ländern gefordert. Es wurde außerdem auf die Gefahr hingewiesen, dass sich die Gewalt gegen schwache Lebewesen richte und künftig auch schwache Menschen treffen könnte.

Vereinsvorsitzende Esma Arslan erklärte:
„Weil die Presse weitgehend schweigt, wissen viele Menschen noch immer nichts von dieser Grausamkeit in der Türkei. Wir geben aber nicht auf. Wir hoffen, dass sich immer mehr Tierfreunde unserer Bewegung anschließen, die Gesellschaft informiert wird und unsere Stimme gehört wird, damit dieses Massaker bald endet. Bitte erhebt weiter eure Stimme, bitte kämpft weiter! Wir werden weiterhin an der Seite der Natur und unserer stillen Freunde stehen.“

Die Mahnwache endete friedlich.

Bericht/Fotos: Naciye ASLAN
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