Bedeutungsvolles Konzert der Alevitischen Gemeinde Hamburg-Mitte

Das von der Alevitischen Gemeinde Hamburg-Mitte organisierte Konzert „Von Herz zu Herz – anatolische Melodien, die aus der Unendlichkeit widerhallen“ fand am Sonntag, dem 18. Mai, im Körberhaus in Hamburg-Bergedorf vor großem Publikum statt. Melodien, Volkslieder und religiöse Gesänge aus verschiedenen anatolischen Regionen sorgten im Saal abwechselnd für Trauer und Freude.

Anatolische Melodien erklingen in Hamburg

Große Beteiligung und gefühlvolle Momente

Es kamen TGH-Vorsitzender Murat Kaplan, der alevitische Dede Ali Kara, Hüseyin Karaaslan, Vorsitzender der Alevitischen Gemeinde Schleswig-Holstein, Ali Güler, Liman-Vereinsvorsitzender Ural Kundak und seine Stellvertreterin Hamide Dinçoğlu, der frühere Bürgerschaftsabgeordnete Ali Şimşek, der stellvertretende ADD-Vorsitzende Murat Comart, Demokrat-Kültür-Vorsitzender Şuayip Karakuş und Dr. Ali Erdoğan sowie viele Vereinsmitglieder, Unternehmer und Musikfreunde.

Anatolische Melodien erklingen in Hamburg

Reise zum reichen Erbe Anatoliens

Hülya Çağrı, Vorsitzende der Alevitischen Gemeinde Hamburg-Mitte, moderierte und präsentierte nicht nur das Konzert, sondern kümmerte sich persönlich auch um Bühnenablauf, Inhalt und alle Details.

In ihrer Eröffnung betonte Çağrı den Platz der Volkslieder in der Gesellschaft, ihre Wirkung auf Menschen und Anatoliens multikulturelles Musikerbe: „Dieses Land hat über die Jahrhunderte viele Völker, Glaubensrichtungen, Stimmen und Lebensformen beherbergt. Es hat Schmerz und Freude, Klagen und Liebe gesammelt. Diese Veranstaltung ist nicht nur eine musikalische Reise, sondern zugleich Glaube, Kultur und Lebensphilosophie.“

Anatolische Melodien erklingen in Hamburg

Würdigung unvergessener Volksdichter

Unter Leitung von Hasan Şimşek und mit Unterstützung der Gesangslehrerin Semra Helvacıoğlu eröffnete der „Gönülden Gönüle“-Chor das Konzert mit dem Erzincaner Deyiş „Ey Erenler, Akıl Fikir Eyleyin“. Die Entstehungsgeschichten der religiösen Gesänge und Volkslieder wurden erläutert. Es erklangen Werke von Volksdichtern wie Ali Ekber Çiçek, Aşık Veysel, Ruhi Su, Yunus Emre, Pir Sultan Abdal, Neşet Ertaş und Hasret Gültekin.

Anatolische Melodien erklingen in Hamburg

Neben dem Chor traten Hamdi Kara, Gülçin Eker, Mehtap Kaplan Gökçe, Pembe Kaplan und Hülya Çağrı solistisch auf. Besonders die emotionalen Momente, als Çağrı der 33 Menschen gedachte, die 1993 beim Madımak-Massaker in Sivas starben, bewegten das Publikum tief. Anschließend wurde Hasret Gültekins „Paramparça“ aufgeführt.

Anatolische Melodien erklingen in Hamburg

Auch Gülcan Demircis Zeybek-Tanz auf der Bühne fand großen Beifall.

Dank und Anerkennung

Am Ende wurden Künstler, Freiwillige und Sponsoren einzeln gewürdigt und bedankt. Die Alevitische Gemeinde Hamburg-Mitte bot mit dieser Veranstaltung nicht nur eine kulturelle Begegnung, sondern auch eine Reise durch Glauben und Geschichte.

Musikalisches Ensemble

Bağlama: Selim Gökduman, Pembe Kaplan, Derya Şahin, Serap Demir, Devin Geyik

Rhythmus: Hüsamettin Özdemir

Keyboard: Murat Tosun

Blasinstrument: Özcan Gökalp

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Bericht/Fotos: Naciye ASLAN