HAMBURG – 5. Juli 2025
Die Auszeichnung Hamburgs als „Europäische Stadt der Bäume“ (European City of the Trees) am 4. Juli stieß bei Umweltaktivisten auf Kritik. Rahime Sürücü, Gründerin der INITIATIVE Weltnatur, erklärte, der Preis spiegele die tatsächliche Umweltsituation in der Stadt nicht wider.

Sürücü sagte, Hamburgs Baum- und Naturpolitik fördere in Wirklichkeit die Betonierung, statt die Umwelt zu schützen: „Dieser Preis ist ein Skandal.“ Der Senat und seine Einrichtungen bedrohten mit ihren Projekten die Natur. Insbesondere das als „Wilder Wald“ bekannte Gebiet sei noch immer nicht gerettet.

Sürücü richtete sich auch direkt an Umweltsenatorin Katharina Fegebank und fragte:

„Warum sind Sie allein nach Bonn gefahren? Warum haben Sie keine Umwelt- und Klimaaktivisten mitgenommen? Wir kämpfen für den Schutz der Bäume und der Natur.“

Die Natur in der Stadt sei nicht so gesund, wie es die Auszeichnung nahelege, sagte Sürücü. Es gebe nicht genügend Bäume, und selbst Vögel fänden inzwischen keinen Platz mehr zum Nisten.

„Wir akzeptieren diese naturzerstörende Politik nicht. Wir werden unseren Kampf fortsetzen. Wir geben nicht auf und werden nicht aufgeben“, erklärte Sürücü und kündigte die Fortsetzung ihres Engagements an.

Scharfe Kritik an Auszeichnung Hamburgs als Stadt der Bäume

Bearbeitung: Naciye ASLAN