Die Hamburger stimmten der Olympiabewerbung ihrer Stadt erneut nicht zu. Beim Referendum votierte die Mehrheit mit „Nein“; damit endete Hamburgs Bewerbungsprozess für die Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044.
HAMBURG / Asbülten
Hamburg lehnt Olympiabewerbung ab
Beim heute in Hamburg durchgeführten Olympiareferendum sprach sich die Mehrheit der Wähler gegen eine Bewerbung der Stadt für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 aus. Nach vorläufigen Ergebnissen entfielen 54,9 Prozent auf „Nein“ und 45,1 Prozent auf „Ja “.
Nach Angaben des Hamburger Landeswahlamts betrug die Beteiligung am Referendum 49,6 Prozent . Insgesamt stimmten 652.603 Personen ab. Für „Ja“ wurden 293.819 Stimmen, für „Nein“ 357.911 registriert. Damit endete Hamburgs Olympiabewerbung wegen der mehrheitlichen Ablehnung, obwohl die erforderlichen Beteiligungs- und Zustimmungsvoraussetzungen erfüllt waren.
Blick richtet sich auf Deutschlands neuen Kandidaten
Die Wähler wurden gefragt, ob der Deutsche Olympische Sportbund(DOSB) gemeinsam mit Hamburg eine Bewerbung für die Spiele 2036, 2040 oder 2044, also die Olympischen und Paralympischen Spiele einreichen solle. Das Ergebnis bedeutet Hamburgs Rückzug aus der nationalen Kandidatenauswahl. Der DOSB dürfte Deutschlands endgültige Bewerberstadt oder -region im September bestimmen.
Schon beim Referendum 2015 hatten die Hamburger gegen eine Olympiabewerbung gestimmt. Damals sagten 51,6 Prozent der Wähler „Nein “. Damit hat die Stadt zum zweiten Mal eine Initiative zur Ausrichtung Olympischer Spiele durch Referendum abgelehnt.
Bürgermeister Tschentscher respektiert Entscheidung
Nach Bekanntgabe des Ergebnisses erklärte Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher, man respektiere die Entscheidung der Bevölkerung und Hamburg werde seine Bewerbung zurückziehen. Die Stadtregierung betonte jedoch, dass Projekte im Bereich Verkehr, Sportinfrastruktur und Stadtentwicklung auch ohne Olympische Spiele fortgesetzt würden.
Das Referendum beendete die in Hamburg seit Monaten intensiv geführte Debatte über die Olympiabewerbung. Zugleich zeigte es die Ansicht der großen Mehrheit der Bewohner, öffentliche Mittel sollten in andere Bereiche fließen.
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