Die deutsche Luftwaffe führt am Hamburg Airport eine fünftägige Übung mit Tornado-Kampfflugzeugen durch, um die zivile und militärische Zusammenarbeit zu stärken.
HAMBURG / Asbülten
Übung am Hamburger Himmel
Im Rahmen der am 8. Juni begonnenen und bis zum 12. Juni dauernden Übung „Dispersed Operations 2026 – Panther Shield“ am Hamburg Airport trainiert die deutsche Luftwaffe mit Tornado-Kampfflugzeugen Starts und Landungen. Bei den täglichen Übungen zwischen etwa 09.00 und 18.00 Uhr wird auch die zivile Infrastruktur des Flughafens genutzt.
Ziel sei es, die Koordination zwischen militärischen Einheiten und zivilen Einrichtungen zu stärken und die Zusammenarbeit im möglichen Verteidigungsfall unter realistischen Bedingungen zu testen.
Bedeutung ziviler Flughäfen für die Verteidigung
Hamburgs Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Innovation, Dr. Melanie Leonhard, erklärte, Sicherheit könne nur durch regelmäßiges Training gewährleistet werden. Zivile Flughäfen könnten in Ausnahmesituationen wichtige Start- und Landepunkte sein.
Leonhard betonte, die Übung in Hamburg sei ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitungen zum Schutz des norddeutschen Luftraums.
Sechs Tornados im Einsatz
Im Rahmen der Übung führt das zur deutschen Luftwaffe gehörende Taktische Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“ mit insgesamt sechs Tornados Trainingsflüge durch. Militärisches Personal nutzt die vorhandene zivile Infrastruktur und übt zugleich den Schutz der eingesetzten Einheiten.
Die Verantwortlichen erklärten, man arbeite eng mit dem Flughafenbetrieb zusammen, damit der zivile Flugverkehr möglichst wenig beeinträchtigt werde.
Verteidigungsfähigkeit soll gestärkt werden
Der Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51, Oberst Jens Schumacher, erklärte, Europa und die NATO müssten angesichts der aktuellen Sicherheitslage ihre Verteidigungsfähigkeit erhöhen. Er dankte dem Hamburg Airport und der Stadt Hamburg für ihre Unterstützung.
Hamburg-Airport-Chef Christian Kunsch betonte, der Flughafen sei nicht nur für den Passagierverkehr, sondern auch für Aufgaben im öffentlichen Interesse ein wichtiger Infrastrukturstandort. Der zivile Flugbetrieb werde während der Übung sicher und reibungslos fortgesetzt.
Flexibles Einsatzkonzept
In der Übung wird das flexible Stationierungskonzept „Dispersed Operations“ beziehungsweise international „Agile Combat Employment (ACE)“ angewendet. Es soll die operative Widerstandsfähigkeit erhöhen, indem Luftstreitkräfte an unterschiedlichen Orten tätig sein können.
Nach Angaben der Verantwortlichen sind schnelle und flexible Bewegungen militärischer Einheiten in heutigen Konflikten wegen präzisionsgelenkter Waffen und hybrider Angriffe besonders wichtig. Die Hamburger Übung sei Teil dieser Vorbereitung.
Informationshotline für die Bevölkerung
Für Fragen und Beschwerden zu möglichem Übungslärm hat die Bundeswehr eine Beratungshotline eingerichtet.
Telefon: 0800 8620730
E-Mail: FLIZ@bundeswehr.org
Foto: Oliver Sorg
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