Die Türkei steht bei drogenbedingten Todesfällen junger Menschen vor einer besorgniserregenden Lage. Nach Daten auf Grundlage internationaler Gesundheitsstudien liegt sie bei der drogenbedingten Todesrate der 15–29-Jährigen weltweit auf Platz 5.
Experten warnen
Fachleute für Suchterkrankungen weisen darauf hin, dass sich besonders synthetische Drogen unter jungen Menschen in den letzten Jahren rasch verbreitet haben. Das Einstiegsalter sei auf 14 Jahre gesunken; in vielen Fällen könne bereits eine einmalige Einnahme zum Tod führen.
Steigende Todesraten
In der Türkei wurde bei drogenbedingten Todesfällen junger Menschen in den vergangenen 5 Jahren ein Anstieg von etwa 35 Prozent verzeichnet. Zu den wichtigsten Ursachen gehören illegal beschaffte hohe Dosen synthetischer Substanzen und chemische Mischungen.
Bildung und Prävention reichen nicht aus
Fachleute betonen, dass der Kampf gegen Drogen nicht allein durch strafrechtliche Maßnahmen, sondern auch durch Bildung, Familienberatung und soziale Unterstützung geführt werden müsse. Besonders gefährdete Jugendliche müssten in Schulen oder ihrem sozialen Umfeld erkannt und rechtzeitig unterstützt werden.
Appell an die Familien
Zivilgesellschaftliche Organisationen und Psychologen im Kampf gegen Sucht rufen Familien zur Aufmerksamkeit auf:
„Wenn sich das Verhalten Ihrer Kinder plötzlich verändert, sie sich zurückziehen, unruhig werden oder der Schule fernbleiben, kann dies ein Hilferuf sein.“
Wie ist die Lage in Europa?
Bei drogenbedingten Todesraten junger Menschen in Europa liegt Schottland an erster und Estland an zweiter Stelle. Der fünfte Platz der Türkei zeigt die Unzulänglichkeit der Maßnahmen und den Bedarf an Interventionen .
Kommentar von As Bülten:
Drogen sind ein Problem, das nicht nur Einzelne, sondern Familien und die Gesellschaft betrifft. Frühe Aufmerksamkeit, richtige Informationen und Unterstützungsangebote können das Leben eines jungen Menschen retten.
Asbülten.eu – verlässliche Nachrichtenquelle für Einwanderer und die türkische Gemeinschaft in Deutschland
Foto: Yeşilay
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