Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) erklärte, wegen der durch Israels Blockade des Gazastreifens ausgelösten Lebensmittelkrise würden viele Menschen, darunter UNRWA-Beschäftigte, vor Hunger ohnmächtig werden und sterben.
In einer Erklärung auf der Social-Media-Plattform X berichtete UNRWA, dass Menschen im Gazastreifen infolge des zunehmenden Hungers und der Erschöpfung das Bewusstsein verlören. Das Hilfswerk verwies besonders darauf, dass Kinder und Menschen mit Behinderungen wegen Mangelernährung sterben.
In der Erklärung hieß es: „Die Menschen in Gaza wurden zum Hungern verurteilt. Seit Israel im März die Einfuhr von Hilfsgütern blockiert hat, warten Tausende UNRWA-Hilfslastwagen in den Nachbarländern. Die Blockade muss unverzüglich aufgehoben werden, damit lebensrettende humanitäre Hilfe geliefert werden kann.“
Immer mehr Hungertote
Auch das palästinensische Gesundheitsministerium in Gaza gab bekannt, dass infolge der von Israel betriebenen Aushungerungspolitik allein in den letzten 24 Stunden weitere 15 Menschen gestorben seien, darunter 4 Kinder. Damit stieg die Zahl der Menschen, die seit dem 7. Oktober 2023 an Hunger starben, auf 101, darunter 80 Kinder.
Humanitäre Katastrophe in Gaza verschärft sich
Als Folge von Israels Angriffen, der Blockade und der Behinderung von Hilfslieferungen erlebt der Gazastreifen eine umfassende humanitäre Katastrophe. In der Region, in der der Zugang zu sauberem Wasser und grundlegenden Hygieneartikeln nahezu unmöglich geworden ist, bringt der Hunger viele Bevölkerungsgruppen, insbesondere Kinder, in Lebensgefahr.
Berichten zufolge hat Israel durch Angriffe auf zivile Infrastruktur rund 88 Prozent Gazas zerstört. Von den 2,3 Millionen Einwohnern sind etwa 2 Millionen vertrieben. Die vertriebenen Palästinenser versuchen, in notdürftigen Zelten, unter stark überfüllten Bedingungen und angesichts der Gefahr von Epidemien ihr Leben aufrechtzuerhalten.
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