Der inhaftierte Bürgermeister von İstanbul, Ekrem İmamoğlu, hat Deutschland aufgefordert, sein Veto gegen den Verkauf von Eurofighter-Kampfjets an die Türkei aufzuheben. In einem Beitrag in sozialen Medien bat İmamoğlu Deutschland, seine Entscheidung zu überdenken, und betonte, die Interessen der Türkei stünden über einzelnen Personen.
İmamoğlu erklärte:
„Soweit ich aus der Presse erfahren habe, hat die deutsche Regierung nach unserer Inhaftierung in Silivri den Verkauf des Eurofighter-Kampfflugzeugs an die Türkei blockiert, das unsere Luftwaffe dringend braucht und auf das wir seit Langem warten.
Ich möchte mich an die neue Regierung in Deutschland wenden, die sich auf die Amtsübernahme vorbereitet:
Die Türkei besteht nicht nur aus Erdoğan; sie ist größer als Erdoğan. Regierungen kommen und gehen. Die nationalen Interessen der Türkei sind wichtiger als Erdoğan oder İmamoğlu. Ich bitte Sie, diese Entscheidung zurückzunehmen.
Das Ende der Erdoğan-Regierung ist absehbar. Die neue Regierung der Türkei wird mit der Europäischen Union und allen unseren Verbündeten, einschließlich Deutschland, auf der Grundlage gegenseitiger Interessen, der Rechtsstaatlichkeit und demokratischer Prinzipien auf Basis der Menschenrechte zusammenarbeiten. Wir haben nicht den geringsten Zweifel daran, dass die Türkei unter unserer Regierung Vollmitglied der EU werden wird.“
İmamoğlus Appell erfolgte während der Regierungsbildung in Deutschland, in einer Phase, in der außenpolitische Entscheidungen erneut bewertet werden. Deutschlands Veto gegen den Verkauf von Eurofighter-Kampfjets an die Türkei hat ein neues Spannungsfeld in den türkisch-deutschen Beziehungen geschaffen.
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