Der Ankara-Besuch des deutschen Außenministers gilt als wichtiger Schritt zur Stärkung der politischen, wirtschaftlichen und menschlichen Zusammenarbeit beider Länder. Im Mittelpunkt standen auch der Friedensprozess im Nahen Osten, der Übergang in Syrien und die Beziehungen zwischen EU und Türkei.
Der deutsche Außenminister Johann Wadephul unternahm nach seinem Amtsantritt einen seiner ersten offiziellen Besuche in die Türkei. In Ankara traf er Außenminister Hakan Fidan und besprach die politischen, wirtschaftlichen und menschlichen Beziehungen.
Zusammenarbeit beider Länder
Der Minister verwies auf die engen Verbindungen und betonte, die Beziehungen beruhten auf einer tiefen politischen, wirtschaftlichen und menschlichen Zusammenarbeit. In der Erklärung hieß es, mehr als 8.000 deutsche Unternehmen seien in der Türkei tätig; in Deutschland beschäftigten 80.000 Unternehmer türkischer Herkunft Hunderttausende Menschen.
Gemeinsamer Einsatz für dauerhaften Frieden im Nahen Osten
Die Entwicklungen im Nahen Osten gehörten zu den Hauptthemen. In einer Mitteilung des Außenministers in sozialen Medien hieß es: „Der Waffenstillstand und die Freilassung der Geiseln sind hoffnungsvolle Entwicklungen. Nun braucht es gemeinsame Anstrengungen für dauerhaften Frieden. Deutschland und die Türkei wollen zusammen dazu beitragen, dass Menschen wieder Sicherheit und Hoffnung empfinden können.“
Auch Syrien nahm einen wichtigen Platz ein. Der Minister erinnerte daran, dass die Türkei die meisten syrischen Flüchtlinge aufnehme. Beide Länder unterstützten den politischen Übergang in Syrien; die Einbeziehung aller ethnischen und religiösen Gruppen sei für Stabilität entscheidend.
Schlüsselrolle der Türkei
Der Außenminister betonte die Schlüsselrolle der Türkei für die europäische Sicherheit. Als NATO-Verbündeter, Gastgeber von Friedensgesprächen und Hüter des Montreux-Abkommens nehme das Land eine wichtige Stellung ein.
Beziehungen zwischen EU und Türkei
Auch die Beziehungen zwischen EU und Türkei wurden behandelt. Deutschland unterstütze ihre Stärkung sowie Fortschritte bei der Aktualisierung der Zollunion und der Visafreiheit. Grundlage seien jedoch die Achtung der Menschenrechte, der Rechtsstaatlichkeit und guter Nachbarschaft.
Minister Wadephul erklärte zum Abschluss: „Wir danken Ankara für die Gastfreundschaft.“
📷: (C) Photothek / Juliane Sonntag
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