Bei einer Podiumsdiskussion in Hamburg-Mümmelmannsberg wurde die Bedeutung der Mehrsprachigkeit für Bildung, Gesellschaft und Verwaltung anhand von Forschung und Erfahrungen diskutiert.
Mit Fachleuten fand in Hamburg-Mümmelmannsberg das Podium „Sprachenvielfalt – Chance für unsere Gesellschaft?!“ am 27. September im Gemeindezentrum Mümmelmannsberg statt.
Die Moderation übernahmen die Lehrerin und Mitherausgeberin der Fachzeitschrift Schreibwissenschaft, Özlem Alagöz-Bakan, sowie die Sozialpädagogin, Referentin und Botschafterin gegen Antiziganismus, Shlica Weiß .
Gastrednerinnen waren Irene Amuquandoh, M.A. Mehrsprachigkeit und Bildung sowie Mentorin bei Vorbilder/Boldly e.V., und die Logopädin und Referentin für Mehrsprachigkeit, Nesibe Yücel .

Vorher erklärte Yücel gegenüber Asbülten sie habe bereits an ähnlichen Veranstaltungen in Deutschland und Nachbarländern teilgenommen. Wegen der Bedeutung des Themas sei sie gern aus Karlsruhe nach Hamburg gereist.
Behandelt wurden Stellenwert, Bedeutung und Vorteile von Mehrsprachigkeit in Bildung, Verwaltung und Gesellschaft. Die Fachleute sprachen über wissenschaftliche Erkenntnisse, die Haltung der Familien und notwendige Entscheidungen.
Mehrsprachigkeit sei kein Luxus, sondern gesellschaftlich notwendig. Das Lernen einer zweiten Sprache auf Grundlage der Muttersprache sei leichter; dies werde durch Forschung belegt. Mehrsprachigkeit müsse als Recht an Schulen verankert und gefördert werden.
Auch Umsetzungsmöglichkeiten in Schulen, Auswirkungen und Reaktionen in der deutschen Gesellschaft wurden besprochen. Unter dem Gedanken „Eine Sprache ist eine Identität“ ging es um die Wirkung zweisprachiger Familienkommunikation und Methoden der gemeinsamen Förderung von Muttersprache und Deutsch.

Der Musiker Şükrü Aktoprak bot vor und nach dem Podium türkische Musik. Danach wurden den Teilnehmern Speisen angeboten.

Deutsch
Podiumsdiskussion in Hamburg zu Mehrsprachigkeit und gesellschaftlichen Chancen
Bei einer Podiumsdiskussion in Hamburg-Mümmelmannsberg wurde die Bedeutung der Mehrsprachigkeit in Bildung, Gesellschaft und Verwaltung anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Erfahrungen diskutiert.
In Hamburg-Mümmelmannsberg fand am 27. September im Gemeindezentrum Mümmelmannsberg eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Sprachenvielfalt – Chance für unsere Gesellschaft?! (Dil Çeşitliliği – Toplumumuz için bir şans mı?)“ statt.
Die Moderation übernahmen Özlem Alagöz-Bakan, Lehrerin und Mitherausgeberin der Fachzeitschrift Schreibwissenschaft, sowie Shlica Weiß, Sozialpädagogin, Referentin und Botschafterin gegen Antiziganismus.
Als Gastrednerinnen nahmen Irene Amuquandoh, M.A. Mehrsprachigkeit und Bildung sowie Mentorin bei Vorbilder/Boldly e.V., und Nesibe Yücel, Logopädin und Referentin für Mehrsprachigkeit, teil.
Vor Beginn der Veranstaltung erklärte Yücel im Gespräch mit Asbülten, dass sie bereits in Deutschland und den Nachbarländern an ähnlichen Programmen mitgewirkt habe. Die Einladung nach Hamburg habe sie aufgrund der hohen Relevanz des Themas gerne angenommen und sei dafür eigens aus Karlsruhe angereist.
Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Bedeutung, die Vorteile und die Herausforderungen von Mehrsprachigkeit in Bildung, Verwaltung und Gesellschaft. Die Expertinnen präsentierten wissenschaftliche Erkenntnisse, beleuchteten die Rolle von Familien bei Sprachentscheidungen und gaben praxisnahe Einblicke.
Dabei wurde betont, dass Mehrsprachigkeit kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit sei, die neue Türen öffne. Zudem wurde hervorgehoben, dass das Erlernen einer Zweitsprache auf der Grundlage der Muttersprache leichter falle – ein Umstand, der durch Studien belegt sei. Auch die Forderung, Mehrsprachigkeit in Schulen als Recht zu verankern und gezielt zu fördern, wurde unterstrichen.
Weitere Diskussionspunkte waren die praktische Umsetzung von Mehrsprachigkeit in Schulen, ihre Auswirkungen in Deutschland sowie die Reaktionen innerhalb der Gesellschaft. Unterstrichen wurde zudem, dass „eine Sprache eine Identität“ sei. Die Vermittlung von Mehrsprachigkeit in Familien sowie verschiedene Methoden zur parallelen Förderung von Muttersprachen und Deutsch wurden als entscheidend beschrieben.
Für die musikalische Umrahmung sorgte Şükrü Aktoprak, der mit türkischer Live-Musik vor und nach der Diskussion für besondere Atmosphäre sorgte. Im Anschluss wurden die Gäste mit einem Buffet bewirtet.
Haber/Foto: Naciye ASLAN
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