Bei einem Programm der türkischen Bildungsattachéstelle Hamburg zum 23. April übergab Generalkonsul Berati Alver seinen Amtssitz symbolisch an Schülerin Azra Sarıer. Die Botschaften der Kinder und die Darbietung der türkischen Nationalhymne kamen bei dem bewegenden Programm sehr gut an.
HAMBURG – Naciye ASLAN
Die türkische Bildungsattachéstelle Hamburg organisierte zum Fest der nationalen Souveränität und der Kinder am 23. April ein besonderes Programm im türkischen Generalkonsulat Hamburg. Dabei nahm auf dem Amtssitz von Generalkonsul Berati Alver symbolisch die Schülerin Azra Sarıer Platz.

Am 23. April, einem Donnerstag, nahmen Generalkonsul Berati Alver, Bildungsattaché Mustafa Ekici, die Schwestern Azra und Yüsra Sarıer, Konsulin Yıldız Albostan, Vizekonsul Mücahid Yılmaz, Ateş Akdemir, Lehrkräfte und Pressevertreter teil.
Die Große Nationalversammlung der Türkei feiert ihr 106. Eröffnungsjubiläum. Zum Fest der nationalen Souveränität und der Kinder am 23. April gibt es in der Türkei und im Ausland viele Veranstaltungen. Weil Mustafa Kemal Atatürk Kindern große Bedeutung beimaß, sitzen sie jedes Jahr am 23. April symbolisch auf Amtssitzen. Auch in Hamburg wurde mit den beiden Schwestern und ihren Lehrkräften ein besonderes Programm durchgeführt.

Amtssitz an Azra Sarıer übergeben
Im Hamburger Generalkonsulat übergab Generalkonsul Berati Alver seinen Amtssitz symbolisch an die Grundschule Mastbrook in Rendsburg vertretende Schülerin der 3. Klasse, Azra Sarıer. Generalkonsul Alver sagte zu Azra: „Ja, wir warten auf Ihre Anweisungen“, und erteilte ihr das Wort.

Mit ihrem guten Türkisch fiel Azra Sarıer auf. Als symbolische Generalkonsulin vermittelte sie wichtige Botschaften. Azra erinnerte in ihrer Rede daran, wie wichtig Atatürk Kinder waren, und sprach über den Geist des 23. April.
Azra betont Bildung und Zukunft
Hamburg ist Heimat von Kindern, die Türkisch sprechen und Deutsch denken und damit eine Brücke zwischen zwei Kulturen bilden, erklärte Azra. Sie forderte Familien auf, in die Bildung ihrer Kinder zu investieren. Türkisch sei ein grundlegender Bestandteil der Identität; die Muttersprache müsse bewahrt werden.
Azra Sarıer formulierte zudem symbolische Wünsche. Sie schlug „Zukunftsgestaltungswerkstätten“ vor, die Studierende und Grundschüler zusammenbringen, forderte eine Beschleunigung digitaler Projekte zur Erleichterung konsularischer Vorgänge und eine Stärkung der Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und İstanbul durch Schüleraustauschprogramme.
Zum Abschluss erklärte Azra, sie vergesse die Kinder der Welt nicht, die unter Krieg, Hunger und Tränen leben. Sie erinnerte an Atatürks Worte „Frieden in der Heimat, Frieden in der Welt“ und wünschte Frieden für alle Kinder.
Im Programm stellte Azra Sarıer der Bildungsattachéstelle, dem Generalkonsulat und Pressevertretern verschiedene Fragen.

Azras Fragen beantworteten Bildungsattaché Mustafa Ekici, Konsulin Yıldız Albostan, Generalkonsul Berati Alver und HTBB-Vorsitzender Ahmet Durmuş .


Bewegende Momente mit der Nationalhymne

Nach der Fragerunde trugen die Schwestern Azra und Yüsra Sarıer die İstiklal Marşı mit ihren 10 Strophen abwechselnd auswendig vor. Das bewegende Programm rührte die Anwesenden immer wieder.
Zum Abschluss wurde das von Generalkonsul Berati Alver überreichte Geschenk, eine Anstecknadel mit türkischer Flagge, Azra Sarıer angesteckt. Dies übernahm Bildungsattaché Mustafa Ekici.

Auch die drei anwesenden Kinder erhielten verschiedene Geschenke.
Generalkonsul Alver über den 23. April und die Zukunft
Generalkonsul Berati Alver sagte, der 23. April werde einmal im Jahr gefeiert, habe für ältere Generationen aber besondere Bedeutung. Bei Erinnerungen an die 23.-April-Feiern seiner Kindheit werde er emotional, erklärte Alver, und betonte, diese Werte müssten künftigen Generationen vermittelt werden.

Alver dankte zudem den Pressevertretern und betonte die Bedeutung der Medien für das gesellschaftliche Gedächtnis. Zum Ende sagte er zu allen Anwesenden: „Alles Gute zum 23. April“ .

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