Die Hamburger Polizei hat beim Einsatz gegen illegalen Waffenhandel in Bergedorf drei Adressen durchsucht. Dabei wurden zahlreiche scharfe und Schreckschusswaffen beschlagnahmt; zwei Verdächtige im Alter von 17 und 19 Jahren wurden inhaftiert. 
ASbülten

Gleichzeitige Durchsuchungen an drei Adressen

Die Hamburger Polizei durchsuchte in der vergangenen Woche im Bezirk Bergedorf in den Stadtteilen Neuallermöhe und Moorfleet gleichzeitig drei Adressen. Der Einsatz beruhte auf gerichtlichen Durchsuchungs- und Haftbefehlen auf Antrag der Staatsanwaltschaft. Beteiligt waren die Abteilung für Waffen- und Sprengstoffdelikte (LKA 75), Staatsschutzkräfte, die Kriminalpolizei Bergedorf, Kräfte des Polizeikommissariats Bergedorf und Polizeihunde. 

Verdacht auf Umbau und Verkauf von Waffen

Ein 17-jähriger polnischer Staatsbürger sowie zwei deutsche Staatsbürger im Alter von 19 und 20 Jahren stehen im Verdacht, Schreckschusswaffen in scharfe Schusswaffen umgebaut und gewinnbringend verkauft zu haben. Gegen die Verdächtigen waren den Angaben zufolge bereits zuvor Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Waffengesetz geführt worden. 

Zahlreiche Waffen und Materialien beschlagnahmt

Die Polizei beschlagnahmte sechs scharfe Schusswaffen, zahlreiche Schreckschusswaffen, Waffenteile, verschiedene mutmaßlich zum Waffenbau verwendete Werkzeuge sowie pyrotechnisches Material. 

Zwei Verdächtige in Haft, eine Person gesucht

In Neuallermöhe wurden die 17- und 19-jährigen Verdächtigen festgenommen und ins Gefängnis gebracht. Die Haftbefehle wurden ihnen anschließend förmlich eröffnet. Der dritte, 20-jährige Verdächtige war bei dem Einsatz nicht zu Hause und wird gesucht. 

Die Hamburger Staatsanwaltschaft und das LKA 75 führen die gemeinsamen Ermittlungen weiter.