Gestern fand in Hamburg eine Demonstration zur Unterstützung demokratischer Bewegungen in der Türkei statt. Gefordert wurden die Freilassung Ekrem İmamoğlus, ein Ende der Ungerechtigkeiten und eine demokratische Staatsordnung in der Türkei.

Die Demonstration begann am Jungfernstieg in der Innenstadt. Ihre Themen waren ein Ende von Unterdrückung und Willkür, der Schutz demokratischer Grundrechte, Pressefreiheit statt Zensur, eine stärkere unabhängige Justiz und ein Ende politischer Verfolgung.
Breite Unterstützung durch Institutionen und Organisationen
Zu den Organisatoren und Unterstützern gehörten CHP Hamburg Birliği, DEM Partei Deutschland, die Alevitische Gemeinde Hamburg, Hamburg Bündnis gegen Rechts, der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die SPD, die Grünen, die Linke und die CDU.

Es sprachen die stellvertretende CHP-Hamburg-Vorsitzende Nur Ilıcak, der frühere Vorsitzende der Alevitischen Gemeinde Hamburg Cengiz Orhan, Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit, Maryam Blumenthal von den Grünen, Heike Südmann von der Linken und Julian Hermann von der CDU.

Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit im Mittelpunkt
In den Reden wurde betont, im NATO-Mitglied Türkei würden Freiheiten und Demokratie eingeschränkt. Die Inhaftierung des Istanbuler Oberbürgermeisters und Präsidentschaftskandidaten Ekrem İmamoğlu sei willkürlich erfolgt. Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit seien universelle Werte. Die Inhaftierung von Journalisten und Festnahme junger Menschen, die ihre Verfassungsrechte ausübten, seien Versuche, die Stimme der Bevölkerung zum Schweigen zu bringen. Es wurde angekündigt, gegen Rechtsverletzungen bis zum Ende zu kämpfen. Nach den Reden wurden Botschaften der DEM Partei und des DGB vorgelesen.


Trotz mehrerer Organisatoren und unterstützender Institutionen fiel die Beteiligung geringer als erwartet aus. Einige Teilnehmer kritisierten zudem, dass sich am Fahrzeug des Demonstrationszugs nur eine DEM-Partei-Flagge befand.
Marsch zum Generalkonsulat
Nach den Reden zogen die Teilnehmer zum türkischen Generalkonsulat Hamburg. Sie riefen Slogans wie „Schweige nicht – wenn du schweigst, bist du als Nächster dran“, „Erdoğan, tritt zurück“, „Alles wird sehr schön“, „Schulter an Schulter gegen Faschismus“, „Entweder wir alle gemeinsam oder niemand von uns“ und „Recht, Rechtsstaatlichkeit, Gerechtigkeit“. Auch Plakate und Banner mit ähnlichen Botschaften wurden getragen.


Bericht/Foto: Naciye ASLAN
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