Der jährlich in Hamburg begangene Tag der nationalen Souveränität und des Kindes am 23. April wurde auch in diesem Jahr begeistert gefeiert. Bei der gut besuchten Veranstaltung konnten die Kinder ausgelassen spielen. TGH-Vorsitzender Murat Kaplan, Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher, Bildungsattaché des türkischen Generalkonsulats Lütfi Dede und Familien- und Sozialattachée Sümeyye Lambrecht richteten wichtige Botschaften an die Gäste.
An der Feier im August-Lütgens-Park neben dem Gebäude der Türkischen Gemeinde Hamburg (TGH) nahmen Ayşe Genez, Deutschlandverantwortliche des Präsidiums für Auslandstürken und verwandte Gemeinschaften, Familien mit ihren Kindern aus Hamburg und Umgebung sowie Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Sport, zivilgesellschaftlichen Organisationen und weitere Bürger teil. Dass die türkische Generalkonsulin in Hamburg Emine Derya Kara, die zuletzt 2023 an der Feier zum 23. April teilgenommen hatte, seit zwei Jahren nicht mehr dabei war, stieß bei Bürgern auf Kritik.

Die Veranstaltung wurde mit Unterstützung und Beiträgen der Bildungsabteilung des türkischen Generalkonsulats, der TGH und von mehr als 50 zivilgesellschaftlichen Organisationen organisiert. Die Kinder als Erwachsene von morgen standen im Mittelpunkt. Rund 20.000 Besucher machten die Feier zu einem schönen Beispiel für Einheit und Zusammenhalt.
Kinder, die von Lehrkräften aus Hamburg und Umgebung vorbereitet worden waren, trugen Gedichte vor und zeigten Volkstanz, Karagöz-Hacivat-Schattentheater und Tanzvorführungen. Außerdem gab es unterhaltsame Wettbewerbe und Spiele für Kinder.

Die von den Schwestern Suğra und Meyra Kurtulbaş moderierte Feier begann mit 1 Minute Schweigen und dem Singen der deutschen und türkischen Nationalhymne.

Als erster Redner begrüßte TGH-Vorsitzender Murat Kaplan die Gäste und erläuterte die Bedeutung des Tages. Er erinnerte daran, dass der 23. April einen wichtigen Platz in der türkischen Geschichte habe: Mustafa Kemal Atatürk habe diesen Tag dem ehrwürdigen Parlament gewidmet, mit dem die nationale Souveränität verkündet wurde. Das Fest sende eine Botschaft des Friedens und der Brüderlichkeit in die Welt. Gefeiert werde nicht nur ein Feiertag, sondern auch die Hoffnung auf die Zukunft. Kaplan sagte: „Kinder sind die Wegbereiter von morgen und die wertvollen Bausteine, die die Zukunft errichten. Wenn sie ihren Träumen folgen, können sie alles erreichen und zu Vertretern des Wandels werden, der die Welt zu einem besseren Ort macht.“

Dieser wichtige Tag stärke auch Einheit und Zusammenhalt, betonte Kaplan: „Denn nur gemeinsam können wir gemeinsame Ziele erreichen und die ganze Welt in Frieden voranbringen.“ Die seit 2019 im gleichen Format organisierte Veranstaltung werde von Jahr zu Jahr stärker. Die Vorbereitungen dafür, die Feier im nächsten Jahr im Hamburger Rathaus abzuhalten, hätten begonnen. Mit Unterstützung der Teilnehmenden werde dieses Ziel erreichbar sein.

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher erklärte, in Hamburg lebten rund 100.000 Menschen mit Wurzeln in der Türkei. Die türkische Gemeinschaft integriere sich und bewahre zugleich ihre Kultur, Sprache und Religion. Auch die hier geborenen jungen Menschen seien Teil dieser kulturellen Veranstaltungen. Die Hamburger Feiern zum 23. April seien sehr erfolgreich. Zu Maßnahmen für Kinder und Jugendliche sagte er: „Kinder sollen in Hamburg gut geschützt aufwachsen. Denn sie sind die Zukunft unserer Gesellschaft.“
Tschentscher sprach außerdem die politischen Unruhen in der Türkei und das Erdbeben in Istanbul an. Er übermittelte Genesungs- und gute Wünsche aus Hamburg an Istanbul und die gesamte Türkei.

Familien- und Sozialattachée Sümeyye Lambrecht betonte, Kinder seien unser wertvollstes Gut. Eltern trügen große Verantwortung für ihre Entwicklung und müssten entsprechend bewusst handeln.

Bildungsattaché Lütfi Dede vom türkischen Generalkonsulat begann seine Rede mit den Worten: „Ich gedenke mit Barmherzigkeit, Dankbarkeit und Anerkennung aller Gefallenen unseres nationalen Unabhängigkeitskampfes, allen voran Gazi Mustafa Kemal Atatürk, der diesen gesegneten Tag den Kindern schenkte.“

Zur Bedeutung des 23. April erklärte Dede, nationale und religiöse Feiertage im Ausland seien besonders wichtig, um die kulturelle Identität zu bewahren und an kommende Generationen weiterzugeben. Dabei spiele die Muttersprache Türkisch eine wichtige Rolle. Kinder sollten unbedingt an den Türkischkursen teilnehmen, die sowohl vom türkischen Staat als auch von Hamburg angeboten würden.
Dede sagte: „Lassen wir unsere Kinder nicht ohne ihre Muttersprache aufwachsen und trennen wir sie nicht von den Verbindungen zu ihrer Vergangenheit und Zukunft.“

Bei schönem Wetter konnten die Kinder ausgelassen feiern. Verschiedene Organisationen waren mit Ständen vertreten; Hamburger Gastronomiebetriebe verkauften Speisen, Getränke und Süßigkeiten.

Dank monatelanger Vorbereitungen durch die TGH, die Bildungsabteilung des türkischen Generalkonsulats und das Festvorbereitungskomitee wurde der Tag der nationalen Souveränität und des Kindes am 23. April unter Führung der TGH seinem Anliegen entsprechend gefeiert. Dem Komitee gehörten Turgut Duman, Murat Comart, Ertaş Akçelik, Sümbül Tarakçılar, Şenay Gemici, Önder Zeybek, Derya Tuncel und Ayhan İlhan an.






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