Hamburgs Innen- und Sportsenator Andy Grote besuchte den Hamburger Türkischen Presseverband (HTBB) und machte vor dem wichtigen Olympiareferendum am 31. Mai 2026 bedeutende Aussagen. Beim Besuch, an dem auch SPD-Bürgerschaftsabgeordneter Ali Kazancı teilnahm, betonte er, Olympia sei für Hamburg nicht nur eine Sportveranstaltung, sondern ein „Zukunftsprojekt“, das das Gesicht der Stadt verändern werde.
HAMBURG – Naciye ASLAN
Hamburgs Innen- und Sportsenator Andy Grote traf im HTBB-Vereinsbüro an der Hospitalstrasse 111, 22767 Hamburg Pressevertreter.
Beim Besuch am Mittwoch, dem 8. April, wurde Senator Grote von seinem Pressesprecher Daniel Schaefer begleitet. Teilgenommen haben HTBB-Vorsitzender Ahmet Durmuş, sein Stellvertreter Ömer Polat, Schatzmeisterin Naciye Aslan und Vorstandsmitglied Mustafa Topçu, der norddeutsche Vertreter der Zeitung Post, Erdal Altuntaş, Türkses-Zeitungseigentümer Emin Sağlık, HTBB-Mitglied Yaşar Yıldırım, der Vorsitzende der Hamburg Beşiktaşlılar Birliği, Ertaş Akçelik und der Pressesprecher des Hamburger Fenerbahçe-Vereins, Mehmet Taner .

Das Treffen begann mit der Begrüßung durch HTBB-Vorsitzenden Ahmet Durmuş. Auch der Grote begleitende Ali Kazancı sprach und betonte, wie wertvoll eine Mitsprache der türkischen Gemeinschaft bei dieser großen Organisation für Hamburgs multikulturelle Struktur sei.
Bei diesem ersten offiziellen Besuch in herzlicher Atmosphäre erläuterte Grote seine Vision zur Olympiabewerbung, den Finanzierungsplan und seine Erwartungen an die migrantische Gemeinschaft.
„Olympischer Geist wird die Stadt durchdringen“
Senator Grote erklärte, Hamburgs Olympiakonzept beruhe auf „kurzen Wegen“ und „Nachhaltigkeit“. Zwei große Olympiaparks seien geplant, die bestehende Sportanlagen und temporäre Flächen verbinden. Dazu sagte Grote:
„Mit unserem Konzept investieren wir in ein unvergessliches Festivalerlebnis, das Sportler und Gäste aus aller Welt in einer faszinierenden Stadt zusammenbringt. Olympia passt wunderbar zu Hamburgs bestehender Struktur. Es wird keine andere Olympiastadt mit so kurzen Wegen geben. Mit diesen Spielen werden wir nicht nur den Sport, sondern auch gesellschaftliche Solidarität, wirtschaftliche Dynamik und Innovation voranbringen.“
Finanzierung und Investitionsplan: „Olympia mit Gewinn“
Zu Kosten und Finanzierung erläuterte Senator Andy Grote, das Projekt passe vollständig zu Hamburgs langfristiger Entwicklungsstrategie. Das Modell werde durch Ticketverkäufe, Sponsoring und Bundesunterstützung ausgeglichen. Mit konkreten Zahlen betonte er die Haushaltsdisziplin: Die gesamten Veranstaltungsausgaben würden bei 4,8 Milliarden Euro liegen, die erwarteten Einnahmen bei etwa 4,9 Milliarden Euro . Damit blieben nach seiner Prognose rund 100 Millionen Euro Nettogewinn in Hamburgs Kasse. Das Budget diene nicht nur einer Sportveranstaltung, sondern dauerhaften Stadtbedürfnissen vom Wohnungsbau bis zur Verkehrsinfrastruktur. Dazu erklärte Grote: „Unser Ziel ist, eine ‚Olympiageneration‘ zu fördern, die den Herausforderungen der Zukunft mutig und zuversichtlich begegnet, und Deutschlands aktivste Generation heranwachsen zu lassen.“
Wichtiger Aufruf an Migranten: „Sie bestimmen die Entscheidung“
Besonders auffällig war Grotes direkte Botschaft an Bürger mit Migrationshintergrund. Deren Stimmen könnten das Ergebnis des Referendums am 31. Mai 2026 unmittelbar beeinflussen, erklärte der Senator und rief auf:
„Olympische Spiele bieten den Hamburgern in vielen Bereichen Vorteile und machen unsere Stadt weltweit bekannter. Dieses Projekt liegt im Interesse der gesamten Bevölkerung. Die Beteiligung und Unterstützung von Migranten beim Referendum werden für das Ergebnis entscheidend sein. Ihre Unterstützung ist uns in diesem Prozess wichtig.“

Nach den ausführlichen Informationen beantwortete Senator Grote die Pressefragen einzeln. Der Besuch ging bei Tee, Kaffee und Baklava in ein herzliches Gespräch über und endete mit einem Erinnerungsfoto mit den HTBB-Mitgliedern.

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