Hamburgs Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) warnt die Bevölkerung erneut nachdrücklich davor, Eisflächen auf Seen und Gewässern zu betreten. Obwohl die Temperaturen in den vergangenen Wochen unter null lagen, sei das Eis vielerorts äußerst brüchig und nur wenige Zentimeter dick.

Insbesondere auf Hamburgs Binnen- und Außenalster liegen unter scheinbar stabilen Eisflächen ernste Risiken. Unter Brücken, an Wasserzu- und -abläufen sowie in Strömungsbereichen ist das Eis deutlich dünner. Das Betreten dieser Bereiche ist deshalb unbedingt lebensgefährlich.

Die Behörden bitten Eltern, ihre Kinder über diese Gefahren aufzuklären, und warnen auch Haustierbesitzer. Hunde dürfen nicht auf Eisflächen gelassen werden, weil auch für sie Einbruch- und Ertrinkungsgefahr besteht.

Freigabe der Alster nicht möglich

Das kalte Wetter in Hamburg erinnert viele an Zeiten, als man über die gefrorene Alster gehen konnte. Nach Angaben der Behörden ist dies unter heutigen Bedingungen jedoch äußerst schwierig. Um Zehntausende Menschen gleichzeitig sicher zu tragen, müsste überall eine Kerneisdicke von mindestens 20 Zentimetern bestehen.

Eis wächst aber langsam. Selbst bei dauerhaften -10 Grad wächst seine Dicke täglich nur um etwa 1 Zentimeter. Schnee kann das Wachstum zusätzlich behindern. Da die Alster fließt, ist die Eisdicke sehr ungleichmäßig. Ohne umfassende Bohrungen und eine positive Tragfähigkeitsbewertung ist nach Behördenangaben keine Freigabe möglich. Unter den jetzigen Bedingungen wird sie in diesem Jahr nicht erwartet.

Sichere Eisbildung in Hamburg seltener

Die Statistik zeigt, dass strenge Winter in Hamburg zunehmend seltener werden. Die Zahl der Eistage, an denen die Tageshöchsttemperatur unter 0 Grad bleibt, sank gegenüber 1961–1990 um rund 35 Prozent. Experten erklären, die fortschreitende Erwärmung durch den Klimawandel werde lange Frostperioden weiter seltener und sichere Eisbildung schwieriger machen.

Die Behörden bitten die Bevölkerung dringend, die Warnungen zu befolgen und gefroren wirkende Wasserflächen keinesfalls zu betreten.

BUKEA warnt eindringlich vor dem Betreten von Eisflächen

Die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) warnt weiterhin nachdrücklich vor dem Betreten von Eisflächen auf Gewässern sowie vor dem Betreten der Hamburger Binnen- und Außenalster. Trotz der anhaltenden Minustemperaturen der vergangenen Wochen ist das Eis an vielen Stellen äußerst brüchig und – wenn überhaupt – nur wenige Zentimeter dick. Das Betreten scheinbar zugefrorener Flächen stellt eine akute Lebensgefahr dar.

Besonders gefährlich sind Bereiche unter Brücken, an Wasserzu- und -ableitungen sowie in Zonen mit Strömung. Dort bleibt das Eis selbst dann sehr dünn, wenn es an der Oberfläche stabil erscheint. Eltern werden dringend gebeten, ihre Kinder über diese Gefahren aufzuklären. Auch Hunde sollten keinesfalls auf Eisflächen gelassen werden, da für sie ebenfalls ein hohes Einbruch- und Todesrisiko besteht.

Hohe Sicherheitsanforderungen für ein Betreten der Alster

Die aktuellen Frosttemperaturen wecken bei vielen Hamburgerinnen und Hamburgern Erinnerungen an Zeiten, in denen die Alster vollständig zugefroren war. Aus heutiger Sicht sind die Voraussetzungen für ein erneutes Betreten jedoch äußerst streng. Um zehntausende Menschen gleichzeitig sicher tragen zu können, wäre eine durchgehende Kerneisdicke von mindestens 20 Zentimetern erforderlich.

Das Eis wächst jedoch nur langsam: Selbst bei dauerhaftem Frost von etwa -10 Grad nimmt die Eisdicke lediglich um rund einen Zentimeter pro Tag zu – vorausgesetzt, eine isolierende Schneeschicht behindert den Prozess nicht. Zudem handelt es sich bei der Alster um ein fließendes Gewässer, wodurch die Eisdicke sehr ungleichmäßig ausfällt. Ein Betreten wäre erst nach umfangreichen Kernbohrungen und einer positiven Gesamtbewertung der Tragfähigkeit möglich. Aktuell ist nicht davon auszugehen, dass diese Voraussetzungen in diesem Jahr erfüllt werden.

Sichere Eisbildung in Hamburg wird seltener

Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass sogenannte „echte“ Eiswinter in Hamburg zunehmend seltener werden. Die Zahl der sogenannten Eistage, an denen die Tageshöchsttemperatur unter 0 Grad liegt, ist im Vergleich zum Zeitraum 1961–1990 bereits um rund 35 Prozent zurückgegangen. Angesichts der prognostizierten weiteren klima­bedingten Erwärmung sinkt die Wahrscheinlichkeit für langanhaltende Frostperioden weiter – diese wären jedoch zwingend notwendig, um eine tragfähige und sichere Eisdecke auf den Gewässern zu bilden.

Die BUKEA appelliert daher erneut an die Bevölkerung, die Warnhinweise ernst zu nehmen und gefroren wirkende Wasserflächen keinesfalls zu betreten.