Bei einer Veranstaltung der Türkischen Gemeinde in Hamburg und Umgebung (TGH) trat der Hamburger CDU-Vorsitzende und Kandidat für das Amt des Ersten Bürgermeisters Dennis Thering als Redner auf.

Zur von Turgut Duman moderierten Veranstaltung im TGH-Saal kamen Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen, TGH-Vorstandsmitglieder, CDU-Kandidaten für die Hamburger Bürgerschaftswahl wie Meryem Toprak, Yıldız Uyur, İbrahim Kanak und Önder Zeybek sowie Bürger und Pressevertreter.

Wichtige Aussagen von Hamburgs CDU-Vorsitzendem Dennis Thering

Zur Eröffnung dankte TGH-Vorsitzender Murat Kaplan Dennis Thering und den Anwesenden. Anschließend fragte er Thering nach deutscher und doppelter Staatsangehörigkeit, der extrem rechten Alternative für Deutschland (AfD), Abschiebungen von Migranten, der rechtsextremen Terrororganisation Nationalsozialistischer Untergrund (NSU), dem Hamburger Staatsvertrag mit Religionsorganisationen und den CDU-Wahlversprechen.

Wichtige Aussagen von Hamburgs CDU-Vorsitzendem Dennis Thering

Doppelte Staatsangehörigkeit und Migrationspolitik

Zur doppelten Staatsangehörigkeit sagte Thering, die Annahme, die CDU werde sie abschaffen, sei falsch. Migranten, die seit Jahren in Deutschland leben und Anspruch auf doppelte Staatsangehörigkeit haben, werde dieses Recht nicht genommen. Er erklärte jedoch, bei Menschen, die schwere Straftaten begangen hätten, gebe es die Möglichkeit des Entzugs der Staatsangehörigkeit und der Abschiebung.

Seine Haltung zur AfD

Zur AfD sagte Thering, man müsse keine Angst vor der CDU haben, wohl aber vor der AfD.

Arbeitskräfte mit Migrationshintergrund und Hamburger Migrationsmuseum

Deutschland brauche Arbeitskräfte mit Migrationshintergrund, erklärte Thering. Seit Langem hier lebende Migranten könnten selbstverständlich bleiben; schwere Straftäter könnten jedoch abgeschoben werden.

Zum Hamburger Migrationsmuseum sagte er, die CDU unterstütze das Projekt. Man werde außerdem Druck ausüben, damit aus Berlin mehr Mittel für seine Finanzierung bereitgestellt würden.

CDU-Wahlversprechen und NSU

Thering erinnerte daran, dass der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund in Hamburg bei 40 Prozent liegt. Er freue sich, dass zu den CDU-Kandidaten Menschen mit Migrationshintergrund aus verschiedenen Ländern gehören.

Murat Kaplan hob die Bedeutung der NSU-Taten hervor und erfragte Therings Haltung dazu. Außerdem fragte er nach CDU-Vorschlägen zur Lösung der Verkehrsprobleme, einem Wahlversprechen in Hamburg.

Partnerschaft mit der Türkei und Staatsvertrag mit islamischen Organisationen

Zu einer Partnerschaft mit der Türkei sagte Thering, er besuche das Land sehr gern. Eine Partnerschaft mit Istanbul oder İzmir sei passend.

Zum Staatsvertrag mit islamischen Organisationen erinnerte Thering daran, dass der Prozess unter dem früheren Bürgermeister Ole von Beust begonnen habe. Organisationen, die die Kriterien nicht akzeptierten, könnten die Partnerschaft nicht fortführen. Es müsse neu bewertet werden, wer sie weiterführen könne.

Zum Ende beantwortete Dennis Thering auch kritische Fragen aus dem Publikum.

Bericht/Foto & Video: Naciye Aslan